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Eine leider in der Praxis wenig berücksichtigte Regelung ist der seit dem 29.7.2014 geltende § 288 Abs. 5 BGB. Diese Regelung sieht vor, dass neben den Verzugszinsen im Falle der nicht rechtzeitigen Zahlung einer Entgeltforderung von dem Schuldner, der nicht Verbraucher ist, auch eine Pauschale i.H.v. 40 € an den Gläubiger zu zahlen ist. Seit dem 1.7.2016 gilt diese Bestimmung für Vergütungsansprüche aus dem Arbeitsverhältnis, soweit die Arbeitsleistung nach dem 30.6.2016 erbracht wird.
Das Arbeitsgericht Düsseldorf ist allerdings der Auffassung, dass diese Pauschale gem. § 12 a ArbGG analog im erstinstanzlichen arbeitsgerichtlichen Verfahren ausgeschlossen sei (Arbeitsgericht Düsseldorf, 12.5.2016, 2 Ca 5416/15. Das wird aber in der Literatur durchaus anders gesehen und es ist deshalb zu raten, diese Pauschale bei verspäteter Lohnzahlung immer mit geltend zu machen und auch einzuklagen.